Die Narr Bar ist ein Ort an dem Menschen bei Weinproben, philosophischen Abenden, bei Filmvorführungen oder aber auch einfach nur so, sich treffen und austauschen können.

Der Autor Jürgen Ebertowski beschreibt die Narr Bar in seinem Buch "Die Erben des Dionysos". Hier ein kurzes Zitat:

"Die Narr Bar im Souterrain einer Seitenstraße des Kottbusser Damms, mein verlängertes Wohnzimmer und zweites Zuhause, bot seinen Gästen eine gemütliche Mischung aus Café und Weinstube. Dem Lokal war eine kleine aber hochkarätige Galerie angegliedert, die Galerie Ottomania hieß und die sich auf Darstellungen des Osmanischen Reichs aus der Sicht nichtosmanischer Künstler spezialisiert hatte. Mehmed Güven kümmerte sich vorwiegend um Kulinarik, Doktor Mehmed Barkan um die Kunst. Im Fenster neben dem Eingang stand eine Schale mit Granatäpfeln, und dem Tresen gegenüber hing die Skulptur einer Narrenkappe aus Kupferblech. "Narr" war ein deutsch-türkisches Wortspiel. "Nar" bedeutet Granatapfel.

Vor der Galerie -ebenfalls im Souterrain- bildete sich eine Menschentraube. Offenbar wurde dort eine neue Verkaufsausstellung eröffnet, deshalb sicherte ich uns auch gleich einen Tisch. Wenn Mehmed Barkan neue Exponate zeigte, war die Narr Bar anschließend brechend voll. Mehmed Güven brachte die Weinkarte und begrüßte uns mit gewohnter Herzlichkeit. Ich stellte ihn meine türkischen Autorenkollegen vor. Daß es sich bei Zülfü Pamuk, Orhan Riza und Ömer Belge um erfreulich trinkfeste Zeitgenossen handelte,..."